Sie sind hier:

Kolumne: Esslingen

von Imen Ben Temelliste

Im Rahmen eines Seminars an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg unter der Leitung von Amélie Sagasser verfasste die damalige Masterstudentin Bettina Burghardt den Artikel zu Esslingen. An diesem Beispiel wird deutlich, weshalb eine Überarbeitung und Fortschreibung der Germania Judaica notwendig und ertragreich ist: Die Stadt Esslingen wird im Jahr 1241 im Reichssteuerverzeichnis aufgeführt. Diese Quelle wird zwar in der Germania Judaica II genannt, jedoch weist Frau Burghardt erstmals darauf hin, dass sich dieser Eintrag als Hinweis auf die beträchtliche Größe der Gemeinde lesen lässt. Ferner weisen beide Artikel auf die Abhängigkeit der Judenbestimmungen des Brackenheimer Stadtrechts vom Esslinger hin, allerdings arbeitet erst der Artikel in der NGGJ die beträchtlichen Unterschiede in den überlieferten Bestimmungen heraus. Darüber hinaus fehlen in der Germania Judaica II Hinweise auf den "Esslinger Machsor", den in Esslingen ansässigen Schreiber sowie den Punktator. Der Artikel der NGGJ markiert Esslingen damit erstmals als Gemeinde mit nennenswertem Geistesleben.

Zu allen Beiträgen

Zurück