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Kolumne

Rothenburg o. d. Tauber

Heute veröffentlichen wir unseren vorerst letzten Kolumnen-Beitrag, dieses Mal zu Rothenburg ob der Tauber:

Bereits im Wintersemester 2018/2019 verfasste die Studentin Melissa Bronner im Rahmen eines Seminars unter der Leitung von Amélie Sagasser die Artikel zu den Städten Rottenburg und Kirchheim unter Teck. Seit März 2019 unterstützt sie die NGGJ außerdem als Hilfskraft im Bereich der Redaktion. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit im Sommer 2020 untersuchte Frau Bronner, ob sich Prozesse der Stadtgründung und Gemeindebildung Rothenburgs ob der Tauber auch in der jüdischen Geschichte abzeichnen und inwiefern sich das Ansiedeln des Gelehrten Meir ben Baruch auf die Stadtentwicklung auswirkte. Damit ihre Forschungsergebnisse nicht unveröffentlicht bleiben, verfasste sie anschließend auf dieser Basis den Ortsartikel zu Rothenburg ob der Tauber.

Zu den Artikeln:

Rothenburg o. d. Tauber

Kirchheim unter Teck

Rottenburg a. Neckar

(02.07.2021)

Metz

Der Artikel zu Metz wurde von der ehemaligen wissenschaftlichen Koordinatorin des Projekts, Amélie Sagasser (mittlerweile am DHI Paris) verfasst, vom Projektleiter, Johannes Heil, ergänzt und als erstes auf unserer Plattform veröffentlicht. Im Rahmen ihrer Promotion beschäftigte sich Amélie Sagasser unter anderem mit der frühen jüdischen Geschichte von Metz und stieß dabei auf bisher unberücksichtigte Quellen. Beim Neuverfassen des Artikels konnte sie ihre Forschungsergebnisse einarbeiten, digital veröffentlichen und so - ganz im Sinne dieses Projekts - zur kontinuierlichen Fortschreibung der jüdischen Ortsgeschichte beitragen. Darüber hinaus konnte anhand dieses Artikels sowohl der interne Redaktionsprozess als auch das Anlegen einer mehrsprachigen Bibliografie umfangreich getestet werden.

Zum Artikel:

Metz

(25.06.2021)

Tauberbischofsheim

Den Artikel zu Tauberbischofsheim verfasste Adelbert Graf von der Recke. Graf Recke wurde durch ein Seminar an der Universität Heidelberg auf unser Projekt aufmerksam und trägt seither aktiv zur Fortschreibung der jüdischen Ortsgeschichte bei. Ursprünglich fachfremd beschäftigte er sich bereits während seiner Promotion mit einem wirtschaftsgeschichtlichen Thema des 14. Jahrhunderts. Sein generelles Interesse an Geschichte und insbesondere der Geschichte der Juden im Mittelalter motivieren ihn seit mittlerweile knapp drei Jahren Artikel für unser Projekt zu verfassen. Neben Tauberbischofsheim verfasste Graf Recke auch die bereits veröffentlichten Artikel zu Eberbach, Adelsheim, Walldürn, Schweinberg, Wertheim, Lauda-Königshofen, Bad Mergentheim und Möckmühl. Weitere zwölf Artikel befinden sich derzeit noch in der Redaktion. Wir freuen uns sehr über diese lange Mitarbeit und möchten Graf Recke außerdem an dieser Stelle für sein Engagement herzlich danken!

Zum Artikel:

Tauberbischofsheim

(18.06.2021)

Esslingen

Im Rahmen eines Seminars an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg unter der Leitung von Amélie Sagasser verfasste die damalige Masterstudentin Bettina Burghardt den Artikel zu Esslingen. An diesem Beispiel wird deutlich, weshalb eine Überarbeitung und Fortschreibung der Germania Judaica notwendig und ertragreich ist: Die Stadt Esslingen wird im Jahr 1241 im Reichssteuerverzeichnis aufgeführt. Diese Quelle wird zwar in der Germania Judaica II genannt, jedoch weist Frau Burghardt erstmals darauf hin, dass sich dieser Eintrag als Hinweis auf die beträchtliche Größe der Gemeinde lesen lässt. Ferner weisen beide Artikel auf die Abhängigkeit der Judenbestimmungen des Brackenheimer Stadtrechts vom Esslinger hin, allerdings arbeitet erst der Artikel in der NGGJ die beträchtlichen Unterschiede in den überlieferten Bestimmungen heraus. Darüber hinaus fehlen in der Germania Judaica II Hinweise auf den "Esslinger Machsor", den in Esslingen ansässigen Schreiber sowie den Punktator. Der Artikel der NGGJ markiert Esslingen damit erstmals als Gemeinde mit nennenswertem Geistesleben.

Zum Artikel:

Esslingen

(11.06.2021)

Orléans und Lyon

Die Artikel zu Orléans und Lyon verfassten Danny Grabe (Universität Jena), Davide Liberatoscioli (Universität Potsdam) und Olivia Mayer (Universität Klagenfurt). Sie entstanden im Rahmen einer von der NGGJ und Nouvelle Gallia Judaica (EPHE-Paris) organisierten Sommerschule zu dem Thema "Digital Humanities und jüdische Geografie Europas" im September 2018. An der deutschfranzösischen Moulin d'Andé forschten insgesamt zehn Nachwuchswissenschaftler:innen über einen Zeitraum von mehreren Tagen unter der intensiven Betreuung der Dozierenden (Prof. Dr. Johannes Heil, Dr. Amélie Sagasser, Dr. habil. Claire Soussen) gemeinsam an der jüdischen Sozialgeschichte im Früh- und Hochmittelalter. Die Teilnehmenden tauschten sich bereits vorab online aus und erstellten detaillierte Quellen- und Literaturverzeichnisse zu den jeweiligen Ortsgeschichten. Danny Grabe untersucht in seiner Dissertation den Aussagewert christlicher Quellen zu den Berufen von Juden im Frühmittelalter. Zu diesen Quellen zählen unter anderem auch die ersten Texte, die Juden mit den Orten Lyon und Orléans in Verbindung bringen, weshalb hier ein aktueller Beitrag zu laufenden Forschungsdebatten geleistet werden konnte. Davide Liberatoscioli befasst sich in seiner Forschung mit dem mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Dialog zwischen Judentum, Islam und Christentum. Im Rahmen ihres Studiums befasste sich Olivia Mayer unter anderem mit der mittelalterlichen jüdischen Geschichte, sodass sie durch die Summerschool und die Arbeit an den Artikeln einen neuen quellenbasierten Zugang zur Geschichte der Juden in Orléans und Lyon im Früh- und Hochmittelalter erhielt. Auch nach der Sommerschule wurden die Artikel sowohl durch die Autor:innen als auch durch die Redaktion der NGGJ ergänzt und lektoriert. Die Neuverfassung der Artikel bot die Möglichkeit, jüdisches Leben in Orléans und Lyon neu zu denken, den Austausch anzuregen sowie neue und neueste Forschung mit einzubeziehen.

Zu den Artikeln:

Orléans

Lyon

(04.06.2021)

Hirschhorn und Neckargemünd

Der Studierende Cedric Reif nahm die Arbeiten an den Artikeln zu Neckargemünd und Hirschhorn bereits im Wintersemester 2017/2018 während eines Seminars an der Hochschule für Jüdische Studien unter der Leitung von Frau Amélie Sagasser auf. Leider konnten die Artikel im Rahmen des Seminars nicht vollständig bearbeitet werden.  Da Herr Reif seine Arbeiten jedoch im Editor der NGGJ festgehalten hat, konnte unser ehemaliger Praktikant, Emanuel Marx, auf die Vorarbeiten zurückgreifen, diese ergänzen und die Artikel fertigstellen. Wir freuen uns, dass unser Konzept der interaktiven Fortschreibung an diesen zwei Beispielen sichtbar aufgeht und unveröffentlichte Forschungsergebnisse dadurch nicht verloren gehen.

Zu den Artikeln:

Hirschhorn

Neckargemünd

(28.05.2021)

Ankündigung

Ab heute veröffentlicht das Team der NGGJ eine kleine Kolumne: In den nächsten sechs Wochen stellen wir Ihnen wöchentlich neue oder bereits veröffentlichte Artikel, deren Entstehung und die beteiligten Personen vor. So erhalten Sie tiefere Einblicke in unsere Arbeit und bekommen möglicherweise Lust, selbst mitzuwirken

(28.05.2021)

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